Polizei Sonderpressebericht Gillamoos 2013

Gillamoos 2013

Abensberg, (pol.)
Mit dem Verlauf des Gillamoos 2013 war die Kelheimer Polizei durchaus zufrieden. Negativ ist zu bemerken, dass die Anzahl der Straftaten leider zugenommen hat.

An allen Gillamoostagen wurde ein sehr hohes Besucheraufkommen festgestellt. Die Zahl der Straftaten nahm insgesamt um 16 Straftaten von 27 Delikten im Jahr 2012 auf 43 Delikte im Jahr 2013 zu.

In diesem Jahr war leider ein Anstieg der Körperverletzungsdelikte von 11 Delikten im Vorjahr auf 16 Delikte in diesem Jahr festzustellen. Die Körperverletzungsdelikte fanden ihren Ursprung meistens aus vorhergehenden verbalen Streitigkeiten, welche dann in Körperverletzungen ausarteten. Grund hierfür war in der Regel eine zum Teil starke Alkoholisierung der Beteiligten.

Auffallend in diesem Jahr war, dass sehr oft den Anordnungen der Sicherheitsfachkräfte (Security) keine Folge geleistet wurde und die Sicherheitsfachkräfte auch körperlich angegriffen wurden. Es waren leider mehrere verletzte Sicherheitsfachkräfte festzustellen.

Erfreulich beim Gillamoos 2013 war, dass es zu keinen Übergriffen auf Polizeibeamte und auch zu keinen Beleidigungen kam.

Zu einer sehr bedauerlichen Körperverletzung kam es gleich am ersten Gillamoostag, am Donnerstag, als ein Ehepaar sich vom Gillamoos nach Hause begab und in der Straubinger Straße in ein Taxi einsteigen wollte. Hierbei wurde der Mann des Ehepaares von einer männlichen Person von hinten angegriffen und grundlos niedergeschlagen. Der Mann erlitt hierbei schwere Verletzungen und musste sich in ärztliche Behandlung begeben. Der Täter fuhr mit dem Taxi weg und konnte unerkannt entkommen. Zeugen hierfür werden immer noch von der Polizei gesucht.

Die erfreuliche Feststellung, dass es am Gillamoos 2013 zu keinen Beleidigungen oder Übergriffen auf Polizeibeamte kam, beruht wohl darauf, dass ständige Polizeipräsenz gegeben war und die Beamten sehr professionell deeskalierend auf oft aggressive betrunkene Besucher einwirkten.

Gegen zwölf Besucher mussten Betretungsverbote ausgesprochen werden, da diese als Täter bei Körperverletzungsdelikten ermittelt wurden oder auch bei Sicherheitsfachkräften als Randalieren aufgefallen waren. Sehr dreist zeigte sich hierbei ein 20-jähriger Mann aus Abensberg, welcher bereits am Donnerstag ein Betretungsverbot ausgesprochen bekam und dann trotzdem am Montag den Gillamoos besuchte. Er wurde von den eingesetzten Polizeibeamten erkannt. Gegen ihn wurde nun Anzeige wegen Hausfriedensbruch erstattet und erneut ein Platzverweis ausgesprochen.

Im Zusammenhang mit Straftaten kam es insgesamt zu 27 vorläufigen Festnahmen. Bis auf eine Person konnten die Festgenommenen nach Feststellung ihrer Personalien wieder entlassen werden. Am Sonntagmorgen musste eine Person, nach dem sie vor dem Weinzelt randaliert hatte, in Gewahrsam genommen und bei der Polizeiinspektion Kelheim ausgenüchtert werden.

Gegen insgesamt 13 Personen wurden vorläufige Platzverweise ausgesprochen. Dies war oft der Fall bei erkennbar alkoholisierten Personen oder bei Personen, die aggressives Verhalten zeigten. Hier waren die Platzverweise erforderlich, um Straftaten zu verhindern.

Leider wurden von Polizeibeamten auch wieder alkoholisierte Jugendliche am und um den Gillamoos festgestellt. Insgesamt wurden zwei alkoholisierte Jugendliche mit erheblicher Alkoholisierung angetroffen. Erfreulich ist aber, dass die Zahl der alkoholisierten Jugendlichen von zehn Fällen im Vorjahr auf zwei in diesem Jahr zurück ging. Die Jugendlichen wurden von den Polizeibeamten in Gewahrsam genommen und bei der Gillamooswache ihren Eltern übergeben.

Ein Jugendlicher musste vom Rettungsdienst in die Goldbergklinik Kelheim wegen erheblicher Alkoholisierung verbracht werden. Eine 20-jährige Festbesucherin, die ebenfalls am Gillamoos war, wurde durch den Rettungsdienst in die Goldbergklinik Kelheim verbracht. Hier begann die junge Frau zu randalieren, was dazu führte, das sie in der Goldbergklinik den Feueralarm auslöste und den behandelnden Arzt in den Arm biss.




Sehr positiv war festzustellen, dass in diesem Jahr keine rauchenden Jugendlichen am Gillamoos angetroffen wurden.

Gegen drei Privatpersonen wurden Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Abgabe von Alkohol an Minderjährige erstattet. In allen Fällen hatten Erwachsene an Jugendliche brandweinhaltige Getränke an den Bars gekauft und diese dann an die Jugendlichen übergeben. Im gewerblichen Bereich kam es zu keinen Beanstandungen.

Im Zusammenhang mit dem Gillamoos 2013 ereigneten sich insgesamt drei Verkehrsunfälle mit alkoholisierten Fahrzeugführern und sieben weiteren Unfällen mit Sachschaden. Bei zwei Verkehrsunfällen handelte es sich um heranwachsende Fahrzeugführer, die auf der Heimfahrt die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren, von der Fahrbahn abkamen und sich mit ihrem Fahrzeug überschlugen. Die Fahrzeugführer waren jeweils allein im Fahrzeug und wurden hierbei leicht verletzt. Bei allen Unfallbeteiligten wurden die Führerscheine sichergestellt.

Bei Verkehrskontrollen im Umfeld des Gillamoos waren keine alkoholisierten Kraftfahrzeugführer festzustellen.

Lediglich bei einem Fahrzeugführer kam es zu einer verhinderten Trunkenheitsfahrt. Einem Mann wurde von Polizeibeamten das Führen seines Fahrzeuges aufgrund seiner Alkoholisierung untersagt.

Im Zusammenhang mit dem Gillamoos war dieses Jahr festzustellen, dass sich nach Schließung der Bierzelte die Verlagerung von Besuchern in die Innenstadt in Grenzen hielt. Es kam zu keinerlei Streitigkeiten, Körperverletzungen oder Sachbeschädigungen nach dem Gillamoos in der Innenstadt von Abensberg.

In der Nacht von Freitag auf Samstag wurden in der Straße An den Sandwellen fünf Fahrzeuge beschädigt. Durch unbekannten Täter, sehr wahrscheinlich einem Gillamoosbesucher auf dem Heimweg, waren die Fahrzeuge an den Seiten zerkratzt worden. Mit einem spitzen Gegenstand wurden vermutlich beim Vorbeigehen die Beschädigungen verursacht.

Beim erstmals in diesem Jahr abgehaltenen historischen Gillamoos auf der Liebesinsel und der dortigen Trinkhalle kam es zu keinerlei Vorkommnissen bzw. Beschwerden.

Zu den „Stoßzeiten“ war festzustellen, dass es in der Zeit zwischen 17.30 Uhr bis 19.30 Uhr zu einem starken Verkehrsaufkommen vor allem in der Münchener Straße kam. Hier herrschte in dieser Zeit meistens stehender Verkehr. Die Fahrzeuge stauten sich zum Teil bis an die Stadtgrenze Richtung Welschenbach und zum Kreisverkehr Max-Bronold- Straße. Aber auch hier kam es zu keinerlei negativen Vorkommnissen, da die Verkehrsteilnehmer sich sehr vernünftig zeigten und sehr geduldig waren, bis sich die Staus wieder aufgelöst hatten.

Aus Sicht der Polizei hat sich die diesjährige Einsatzkonzeption mit der täglichen Polizeipräsenz auf dem Festplatz und im Umfeld des Festplatzes bewährt hat. Von den Besuchern wird grundsätzliche eine erkennbare Polizeipräsenz auf dem Festplatz begrüßt und gewünscht.

Wie in den Vorjahren wurde die Polizeiinspektion Kelheim auch in diesem Jahr durch auswärtige Polizeibeamte unterstützt. Die Anwesenheit der Polizeibeamten trug dazu bei, dass die Besucher des Gillamoos sich sicher fühlen konnten. Insgesamt wurden 2500 Einsatzstunden (einschließlich politischer Gillamoos) an den fünf Gillamoostagen von den Polizeikräften für die Sicherheit der Bürger geleistet.

Wie in den Jahren zuvor lief auch in diesem Jahr die Zusammenarbeit zwischen Polizei, eingesetztem Sicherheitsdienst, BRK und Feuerwehr sowie Marktleitung hervorragend.

Ein besonderer Dank gilt der Stadt Abensberg für die Überlassung der notwendigen Logistik.




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