Die lebendige Gillamoos Geschichte

Abensberg, das „Tor zur Hallertau“, feiert seinen Gillamoos

Abensberg, das „Tor zur Hallertau“, hat eine interessante geschichtliche Vergangenheit. Um die Jahrtausendwende herum erbaute Graf Babo seine Stammburg über der Abens. Dieser sagenhafte Graf soll hier nach alten Überlieferungen 32 Söhne und acht Töchter gezeugt haben. Für jedes seiner Kinder ließ er Türme in die Stadtmauer bauen, eckige für die Buben, runde für die Mädels.

Heute ist die Babonenstadt besonders durch ihre vielfältigen Festivitäten und kulturelle Veranstaltungen, einen aktiven und lebendigen Mittelstand, durch sein großes Einkaufszentrum und die Baumärkte bekannt. Wirtschaftlich und politisch bildet Abensberg zusammen mit der Nachbarstadt Neustadt/Donau ein gemeinsames Mittelzentrum.

Nicht zu vergessen, dass aus dem modernen Abensberg eine der erfolgreichsten Vereinsmannschaften Deutschlands stammt: Der mehrfache Judo-Europa- und Deutsche Mannschaftsmeister.

Aber nicht nur durch seine Feste oder sportlichen Erfolge wie unter anderem auch Speedwayrennen, Kontinental-Finals und Grand Prixes, ist das mittelalterliche Kleinod im Herzen des Landkreises bekannt:
Weitgehendst verschont durch die Kriegswirren vor über 50 Jahren präsentiert sich das Städtchen auch heute den Besuchern mit seinem gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtkern. Ganz gleich, ob es das Rathausgebäude mit dem Glockenspiel ist, gestiftet vom verstorbenen Senator Josef Stanglmeier, ob es die liebevoll gepflegten Bürger-, Gast- oder Bankhäuser am Stadtplatz sind. Ob es die noch erhaltenen Türme, Teile der Stadtmauer, das Stadttor (Regensburger Tor) mit seiner gepflegten Gastronomie sind oder das Karmelitenkloster mit Klosterkirche, das Stadtmuseum im Herzogskasten und seit kurzem der Kuchlbauer Turm.

Dazu kommt noch das restaurierte Schloss mit dem schönen Burggraben und dem herrlichen Schlossgarten, in dem im Sommer viele Feste gefeiert werden, die Realschüler ihre erfolgreichen Theaterstücke aufführen, Konzerte stattfunden und heutzutage das staatliche Vermessungsamt beherbergt.

Ein Besuch in der Babonenstadt lohnt allemal. Das 12.500-Einwohner-Städtchen an der Abens hat neben seiner historischen Kulisse noch weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekanntes und beliebtes Ausflugsziel, den „Niederbayerischen Vogelpark“ mit seinem angeschlossenen Gastronomiebetrieb mit Sonnenterrasse, Biergarten und großem Spielplatz, zu bieten.

Für Festivitäten, Starauftritte und Musikveranstaltungen steht auf der Gillamooswiese als beliebter Treff der historische Bundwerkstadel. Der „Kuchlbauer Weißbierstadel“, einst heftig umstritten, ist heute fast schon ein Kulturtempel.

Bekannt ist Abensberg auch für seine vielfältige Gastronomie. Nationale, gutbürgerliche und internationale Küche, vom Italiener über den Griechen bis hin zum Chinesen, versprechen so gar den verwöhntesten Gaumen genießerisch zu kitzeln. Zumal regionale Schmankerl, wie der berühmte „Abensberger Spargel“, jedes Frühjahr Gourmets aus nah und fern in die Babonenstadt locken.

Und nun – Anfang des Herbstes, pünktlich zu Beginn der Hopfenernte – feiert das altehrwürdige Städtchen über dem Abensflüsschen seinen Gillamoos: Von Donnerstag, 30. August 2012, bis einschließlich Montag, 03. September 2012 geht es auf der Gillamoos-Wiese marktmäßig mit großem Rummel, vier Bierzelten, einem Weinzelt und dem Weißbierstadel wieder rund.

In Anlehnung an den alten Spruch „Alle Wege führen nach Rom“ erreicht man auch die Babonenstadt an der Abens auf (fast) allen Wegen: Entweder von der B 16 kommend über zwei Ausfahrten, von der Autobahn München/Regensburg (A 93) oder über die B 301 von Freising via Mainburg kommend. Ein Tip für Bahnreisende: Abensberg liegt an der Strecke Ingolstadt – Regensburg.

von Arist Nick Sass




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